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Prof. Dr. Claudius Strube, Philosoph

im Interview

Einige Highlights zum Appetit-Machen auf das ausführliche Radio-Video finden Sie unter dem Video.

G (Die Gesprächspartner): Herr Professor Strube, Sie wurden vorgeschlagen für den

RAT DER GESUNDHEITS-, LEBENSQUALITÄTS- & HEAL-THE-WORLD–WEISEN

mit Zielrichtung Bundesregierung, UNO, Unternehmen usw.

Wir hatten ja schon darüber gesprochen, dass uns Prof. Dawkins inspiriert hatte, die Sichtweise vieler Philosophen vom Marktgeschehen so zu korrigieren, dass die positiven Folgen des Marktes nur dann geerntet werden können, wenn überall positive Anreize vorliegen. Liegen negative oder Fehl-Anreize vor, kann Markt extrem negative Folgen haben, Beispiel Waffen-Handel.

 

PS: Ja, das leuchtet mir ein. Wobei Adam Smith besser als sein Ruf ist und manches durchaus differenziert betrachten konnte.

G: Ja genau. Interessant ist auch die Frage, wie Modenormen, also entsprechende Memplexe, entstehen. Stellte jemand gepuderte Perücken her und hatte entsprechend gute Einnahmen, konnte er sich Werbung leisten und seine Perücken memetisch zum Schönheits-Ideal machen und so fast so etwas wie einen Kaufzwang bezüglich seiner Perücken erzeugen. Eben weil die Fehlanreize dies ermöglichten. Wäre sein Gewinn immer anhand der Wohlfühl-Noten und der Gesundheits-Kosten-Daten der Menschen errechnet worden, hätte es ihm nichts gebracht, einen neuen normativen Konsum-Zwang bezüglich Perücken aufzubauen und so die Menschen memetisch unter Nachahmungs-Zwänge zu setzen.

Oder ein Mensch erfand die ersten Friseur-Utensilien. Aufgrund der Fehlanreize lag es nahe, mit dem Geld seiner ersten Verkäufe Bilder zu finanzieren, die es zur Zwangs-Mode machten, glattrasiert und kurzhaarig, heute sogar ganzkörper-enthaart zu werden, weil er nur so immer noch mehr von seinen Utensilien verkaufen konnte.

Aufgrund der Fehlanreize kam er also nicht einfach nur einer natürlichen Nachfrage nach, sondern vergrößerte die Nachfrage zusätzlich künstlich über memetische Beeinflussungs-Prozesse. Warum sonst sollten z.B. unzählige Millionen bezahlt werden für massenhafte Werbespots, wenn dieser Einfluss auf Massen-Medien sich nicht rechnen würde aufgrund eines deutlich gesteigerten Konsums?

Nachfrage wird in einem Fehlanreiz-System also nicht nur befriedigt, sondern künstlich und gegen die Interessen der Menschen durch memetische Ausnutzung der menschlichen Nachahmer-Natur gesteigert.

Bei richtig gesetzten positiven Anreizen, wenn Wohlfühl-Noten, Gesundheits-Kosten-Daten usw. über die Gewinne des Herstellers entscheiden, rechnet es sich nicht, Werbe-Millionen auszugeben und neue memetische Normalitäts-Zwänge zu schaffen, um so einfach mehr Utensilien in der Welt zu verbreiten, denn sobald man über das natürliche Bedürfnis hinausginge, würde das die Wohlfühl-Noten eher verschlechtern, und der errechnete Gewinn wäre geringer.

Wohlfühl-Noten und Co. steuern Wirtschaft so, dass sie das Wohlfühlen der Menschen steigert und eben nicht durch Normalitäts-Zwänge bzw. memetische Unterdrückung bzw. Einschränkung der natürlichen Glücksmöglichkeiten reduziert. Der Stress, sich immer (mittlerweile sogar am ganzen Körper) rasieren zu müssen mit den mittlerweile nachgewiesen gesundheitlichen Nachteilen, und ständig zum Friseur rennen zu müssen, also Utensilien konsumieren zu müssen, würde wegfallen.

 

PS: Ich kenne das Problem, weil ich schon in jungen Jahren erlebt hatte, dass ich wegen Bart-Tragens unter Druck gesetzt wurde. Am Ende gefiel ich meiner Frau mit Bart besser als ohne.

 

G: Der TV-präsente Philosoph Richard David Precht trägt seine langen Haare auch, weil sie seiner Frau gefallen. Der Wegfall der Fehlanreize würde die natürlichen Schönheits-Vorstellungen in Ruhe lassen und diese nicht künstlich beeinflussen durch Werbe-Maßnahmen aufgrund von Verkaufs-Interessen.

 

PS: Ein wesentlicher Aspekt meiner Arbeit war das Thema Gruppen-Arbeit, die Gruppen-Situation usw.

 

G: Warum lebt der Mensch heute so wenig gruppenbezogen, als Single? Prof. Spitz regt ja an, daran zu denken, dass jeder Single einen eigenen Kühlschrank kaufen muss usw. Also wirkten sich die Selektions-Prozesse in den privaten Medien so aus, dass, wer in Spielfilmen memetisch eher Angst vor anderen Menschen machte, auch indem die Menschen aufgehetzt wurden zu der Haltung "Ich bin immer im Recht und der andere ist immer im Unrecht", was zu unendlichen Streitigkeiten und berechtigter Angst davor führt, oder wer übertriebene Anspruchs-Haltungen zur Norm machte und so die Menschen zu Singles machte, wirtschaftlich erfolgreicher wurde, weil die Werbekunden in den Singles gute Kunden fanden und so das Geld einnehmen konnten, mit dem sie den nächsten Werbespot bezahlen konnten.

 

PS: Ja, genau.

 

G: In der Wohlfühl-Noten-Variante der Sozialen Marktwirtschaft würde die Unterdrückung der menschlichen Gruppen-Neigung aufhören, weil die Gewinne nicht mehr vom Verkauf möglichst vieler Kühlschränke an möglichst viele memetisch deformierte Singles abhängen, sondern von den Wohlfühl-Noten der Menschen.

Wirtschaft zwingt dann nicht mehr die Menschen memetisch zum Konsum, macht sie nicht mehr zum Konsum-Sklaven, führt nicht mehr zur memetischen Unterdrückung bzw. Einschränkung der menschlichen Glücks-Möglichkeiten zwecks Konsum-Erzwingung, sondern Wirtschaft steigert dann das Wohlfühlen aller Menschen - vom Milliardär bis zum Normalverdiener - und wird erstmals richtig nützlich und menschen-freundlich. Und aufgrund des so gemäßigten Konsums hätte die Erde auch noch eine kleine Überlebens-Chance, besonders nachdem wir uns auch noch um das Überbevölkerungs-Problem gekümmert hätten...

Herr Prof. Strube, wir danken Ihnen sehr herzlich für das äußerst interessante Gespräch.

 

Nachtrag: Denkbar ist auch, dass die Menschen auch deshalb größer werden, weil manche Nahrungs-Mittel Hormone beeinhalten, die das Längen-Wachstum eventuell zusätzlich beeinflussen.

Prof. Dr. Jürgen Ernst, Physiker

im Interview

(Nachtrag: Selbstverständlich können die Fachärzte auch ihre Einzel-Praxen behalten. - Auch jeder Operateur sollte vielleicht genauso wie jeder andere Fach-Arzt honoriert werden nach dem Muster des Hausarztes: Geben die Versicherten z.B. nach der Operation ... (weiter unter dem Video)

bessere Wohlfühl-Noten ab und wird ab da die Gesundheits-Kosten-Erwartungs-Kurve unterschritten, wird der Operateur entsprechend gut honoriert. Tritt die Operation aber mehr Probleme los, als sie löst, wird weniger Honorar ausgeschüttet.)

 

 

Prof. Dr. Ralf Zoll, Sozialwissenschaftler

im Interview

Einige Kommentare auch zum Appetit-Machen auf das ausführliche Radio-Video finden Sie unter dem Video.

Kommentare: Es wird immer darauf geachtet werden, dass die Kandidaten an so wenigen Bürgerhaus-Wahlen wie möglich teilnehmen müssen, bis der Sieger feststeht. Es kann auch besser sein, an einem Abend jedem Kandidaten 2x15 Minuten zu geben, weil das größere Fairness bei der Frage, wer redet zuerst / zuletzt, wann sind die Wähler schon etwas weniger konzentriert usw.  ermöglichen würde. Zur Problematik geringer Wahl-Beteiligung allgemein ist zu sagen, dass Wohlfühl-Noten und Gesundheits-Kosten-Daten als neue Art der Wähler-Stimme eine viel höhere Wahl-Beteiligung bedeuten würden. Das gilt zumindest für die Beurteilung von Amts-Inhabern anhand der Daten-Entwicklung der von ihnen Regierten. Um neue, bessere Regierende zu finden, soll es die Bürgerhaus-Wahlen geben, wobei später die neuen Regierenden wieder anhand der Wohlfühl- und Gesundheits-Daten beurteilt werden.

Zu den neuartigen Wahl-Vorgängen im Bürgerhaus ist zu sagen, dass es sich keineswegs um eine Tour über die Dörfer handeln wird. Es werden nur so viele Durchgänge durchgeführt, bis ein Sieger der Kommune, des Landes oder des Bundes feststeht, denn es wird getrennt nach Kommunal-Wahl-Bewerbern und solchen für Landtags- und Bundestags-Wahlen.

Der jeweilige Bereichs-Sieger kommt dann als Herausforderer in ein Vortrags-Duell mit dem jeweiligen Amtsinhaber mit 2x30 oder 4x15 Minuten für beide im Wechsel. Das alles ist problemlos auch für arme Bewerber möglich, da alle Kosten ja der Bundes-Wahl-Leiter trägt.

Dies System alleine garantiert noch nicht das Ende jeglichen Lobbyismus, da ja auch der zu Beginn idealistische Reformer am Ende doch noch einer Bestechung nachgeben könnte.

Nein, der Lobbyismus wird dadurch enden, dass die Konzerne nichts mehr gewinnen können, wenn sie politische Entscheidungen anregen, die am Ende die Wohlfühl-Noten und Gesundheits-Kosten-Daten auch ihrer eigenen Kunden verschlechtern, was ja künftig zur Reduktion des Konzern-Gewinnes führen wird. Damit nicht Entscheidungen angeregt werden, die anderen Menschen als den eigenen Kunden schaden könnten, sollte vielleicht eine Gewichtung eingeführt werden: Die Gewinne des Konzerns hängen nicht nur von den eigenen Kunden ab, sondern auch von den anderen Menschen und deren Gesundheits-Kosten-Daten und Wohlfühl-Noten.

 

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