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Prof. Dr. Spyridon Paraskewopoulos, Volkswirt

im Interview

(Vorwort: Nachdem all die eindeutig notwendigen Reformen durchgeführt sein werden, wird sich danach auch bei den dann völlig veränderten Bedingungen immer noch die Frage stellen: Führt mehr Druck und Härte zu mehr Arbeits-Bereitschaft für die Gemeinschaft oder das Hereinholen in die Gemeinschaft und Aufwerten durch ein Grundeinkommen tatsächlich messbar zu mehr Arbeitsbereitschaft? Bei den vorgeschlagenen und aktiven Weisen findet sich die ganze Bandbreite der Sozialstaats-Modelle, was eine hoch-differenzierte Diskussion verspricht.  Von "Kein GE=Grund-Einkommen wegen der Sorge, eventuell Fehl-Anreize zu setzen" bis zu den 1250 € schon ab Geburt von Prof. Dr. Spyridon Paraskewopoulos wie gleich unten im Radio-Video vorgestellt, - mitsamt einer Diskussion der Bevölkerungs-Politik.

Dazwischen liegen solche Sozialstaats-Modelle wie z.B.:

 

Vorläufiges Diskussions-Papier Sozialstaats-Modell 4:

# Zum Zwecke der Stärkung der Wirtschaft Entsendung so vieler Behörden-Mitarbeiter wie möglich in die Wirtschaft. Um diese Mitarbeiter frei zu bekommen, ein GE von etlichen hundert Euro, das automatisch an alle und an ihre Kranken- und Pflege- (und eventuell neu:) Rechts-Schutz-Versicherungen überwiesen wird plus neu: Freies Wohnen für die, die es brauchen.  

1. Das GE gibt den Menschen ihre Würde wieder zurück, niemand muss Bittsteller oder Bettler sein, niemand muss seine Arbeits-Kraft vergeuden für nervige Behörden-Gänge, jeder kann stattdessen in der zukünftigen guten Gesellschaft mitarbeiten, sich engagieren usw.

2. Das GE gibt den Menschen entspanntes Urvertrauen, dass nichts passieren kann, das Geld zum Essen ist immer schon auf dem Konto und die Kranken- und Pflege-Versicherung ist schon bezahlt (und mein Haus-Anwalt kann mich schützen), - destruktive Ängste werden vermieden.

3. Da ein Recht auf sofortiges vollmöbliertes Wohnen in Zukunft vom Wohnungs-Amt hundertprozentig garantiert sein wird, erwächst auch diesbezüglich entspanntes Urvertrauen, das Leben spielt sich ab in der Zone der kreativen konstruktiven Unsicherheit, ist ein sportlicher Wettbewerbs-Spaß frei von destruktiven Ängsten.

# Kleiderkammern, frühere Tafeln, frühere Sozial-Kaufhäuser, frühere Behinderten-Werkstätten, frühere Obdachlosen-Einrichtungen usw. werden auf Staats-Kosten in attraktive, optisch neutrale Second-Hand-Shops und Firmen (für ehrenamtliches Arbeiten) umgewandelt, in denen für kleinstes Geld schickste Kleidung, Spielsachen, Schul-Bedarf erhältlich sind bzw. Spielsachen, Kleidung, Dinge, die das Wohnungs-Amt für Wohnungs-Einrichtungen benötigt usw. hergestellt bzw. repariert oder gereinigt werden (Betten usw.).

Beim Bezahlen legt man sein Kärtchen vor, das automatisch vom Finanz-Amt zugeschickt wird als Beleg darüber, dass man über keine oder nur kleine ZE= Zusatz-Einkommen verfügt.

Der Neuwaren-Markt darf davon nur so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

# Niemand soll ohne Arbeit sein.

Arbeits-Agentur-Mitarbeiter und Sozial-Arbeiter erhalten fürstliche Prämien (zusätzlich zu einem kleinen Basis-Gehalt) für jeden Obdachlosen, Bettler, Arbeitslosen, von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen usw., den sie buchstäblich an der Hand nehmen und dauerhaft in Wohnung plus ehrenamtlicher oder bezahlter Arbeit untergebracht haben, bei möglichst geringen diesbezüglichen Ausgaben. Wobei selbstverständlich das Unterbringen in bezahlter Arbeit eine höhere Prämie bedeutet, die auch davon abhängt, welches Gehalt der Arbeit-Geber nach der Probezeit zu bezahlen bereit ist und wie lange das Arbeitsverhältnis währt.

Falls ein Basis-Gehalt für Job-Center-Mitarbeiter rechtlich nicht möglich ist, helfen die neu eingeführten Mitarbeiter-Ranglisten und kleinere Prämien, die Mitarbeiter ganz anders als früher zu motivieren.

Jeden Morgen wird der Arbeitslose vom Mitarbeiter des Jobcenters abgeholt, der die Fahrscheine für die gemeinsame Fahrt zu potentiellen (ehrenamtlichen oder bezahlten) Stellen bezahlt. Dort wird völlig flexibel ausgehandelt, unter welchen Konditionen der Arbeitslose gleich oder morgen anfängt. Wenn gar nichts anderes hilft, bezahlt das Arbeits-Amt das Unternehmen dafür, dem Arbeits-Suchenden eine Chance zu geben. Am nächsten Morgen gleiches Vorgehen, und am Abend erhält der neue Mitarbeiter vom Betrieb das Fahrtgeld für die Heim-Fahrt und den nächsten Tag, egal ob ehrenamtliche Arbeit oder unentgeltliche Probezeit oder bezahlte Arbeit.

So dürfte zu schaffen sein, dass jeder Mensch arbeitet, auch jeder Kranke und Behinderte gemäß seinen eingeschränkten Möglichkeiten. Ausnahmen könnten nachgewiesene Menschheits-dienliche Tätigkeiten oder das Arbeiten an Karrieren usw. zu Hause sein.

# Bis alle Arbeitslosen, Bettler usw. vollständig in Arbeit sind, können die frei gewordenen Behörden-Mitarbeiter statt in die Wirtschaft vorübergehend in diese Aufgabe, in die sozial-arbeiterischen Tätigkeiten und das Wohnungs-Amt entsendet werden.

# Einige der Weisen stehen für TV-Nahrungs-Zubereitungs-Sendungen zur Verfügung, die in verschiedensten Sprachen synchronisiert jeden Menschen erreichen und die verschiedene Stile aufzeigen, wie lange Babies gestillt werden sollten, wie Kinder ernährt werden sollten und wie Erwachsene sich gesund ernähren können und dafür allerhöchstens 140 E benötigen. Plus (nicht mehr Einkommens-bezogene, sondern pauschale und nicht mehr familien-bezogene) Versicherungs-Beiträge  = GE ab 18 Jahren.

Je nach dem, wie hoch am Ende die pauschalen Versicherungs-Beiträge ausfallen und ob das Wohnungs-Amt kostenlos die Wohnung stellt, bedeutet das also in der Gesamt-Summe ein GE von etlichen hundert Euro.

(Aufgrund der unzähligen Fehl-Anreize in allen sozialen Bereichen machten Menschen automatisch die größten Karrieren, die dem Irrtum anhingen, man müsste mit so wenig Geld verhungern (statt dessen wird man damit kerngesund und schlank) oder man müsse eine soziale Teilhabe finanzieren. Denn dieser Irrtum führte automatisch zur Einstellung neuer Mitarbeiter, weil mit solchen Irrtümern Dauer-Kunden durch Verwöhnung verführt wurden zur Inaktivität, und damit letztlich ferngehalten wurden von echter gesellschaftlicher Teilhabe. Und dann wurden solche Irrtums-Träger zu Vorgesetzten der neuen Mitarbeiter, die das wachsende Heer der Ausgegrenzten zu verwalten hatten.

Und da bisher aufgrund der Fehl-Anreize extrem viel Betrugs-Bio existiert, ist das teurere Bio vermutlich noch keine wirklich gesündere Alternative. Und krankmachende Drogen aller Art von Alkohol, Zigaretten bis Geschmacks-Drogen zu bezahlen, darf nicht mehr Aufgabe eines gesunden Sozial-Staates sein.)

# Kinder steigern die Lebens-Qualität und sollten von ZE finanziert werden.

Aus dem Text unter dem Video unten Diskussions-Vorschläge zur Bevölkerungs-Politik: Die bisher oft völlig kinderlos bleibenden Professorinnen, Akademikerinnen, gut qualifizierten Frauen werden wie alle ZE-Bezieherinnen, sobald sie ein Baby bekommen, völlig steuerfrei gestellt. Väter erhalten keine Steuer-Freibeträge. Das Kinder-Geld wird ersetzt durch das GE für Kinder.

Außerdem bietet der Staat den ZE-Bezieherinnen völlig kostenlos Kinder-Sekretär/innen zur Auswahl an, die am Arbeitsplatz mal das Baby betreuen, mal z.B. Diktate aufnehmen, mal im Betriebs-Kinder-Garten arbeiten usw.

Der Arbeitgeber bekommt vom Staat einen supermodernen Betriebs-Kinder-Garten eingerichtet und Ausgleichs-Zahlungen, weil die Mitarbeiterin ja manchmal durch ihr Kind etwas abgelenkt sein wird.

Weiter mit dem GE für Kinder:

Eine Staffelung wird erarbeitet, wie hoch das GE für Neugeborene bis 17-Jährige gestaffelt wird.

Einige Euros beim Baby, um den Nahrungs-Mehrbedarf der stillenden Mutter auszugleichen. Alle paar Jahre erfolgen automatische Erhöhungen in Richtung des GE für Erwachsene. Ist die Mutter verstorben oder ist bewiesen, dass sie nicht stillen kann, gilt eventuell eine andere Staffelung. Plus die automatische Überweisung der Versicherungs-Beiträge.

Schul-Ausflüge, Schul-Essen und ähnliche Dinge werden grundsätzlich durch die Schule finanziert. Eltern dürfen für Kinder keine Zusatz-Ausgaben mehr tätigen müssen. (Schul-Essen wird vom GE des Kindes abgezogen.)

# Ein Recht auf eine vollmöblierte Wohnung (einschließlich Heiz-Kosten, Strom und Wasser (maximal bis x Euro pro Erwachsenem bzw. Kind je nach für die Wohnung erhobenen Erfahrungs-Werten, so dass die Motivation zum Energie- und Wasser-Sparen voll wirksam wird, weil alles über den festgesetzten Werten selber bezahlt werden muss), Festnetz-Telefon, Fernseher oder vielleicht zukünftig Internet (?), Staubsauger, Dusche, WC, Spüle, Kühlschrank, Herd, Schrank, Bett plus Bettwäsche usw., Mindest-Bedarf an (Koch-) Geschirr, Heiz-System)

und die Pflicht zur Wohnung werden eingeführt, wobei alles, was das Wohnungs-Amt (zu-) gekauft hat, Staats-Eigentum bleibt.

Die Ranglisten-Positionen, Belohnungen usw. der Wohnungs-Amt-Mitarbeiter werden umso besser, je besser die Wohlfühl-Noten und Gesundheits-Kosten-Daten der Mieter und derer Nachbarn ausfallen und je kleiner die dafür entstandenen Kosten sind.

# Alles, was menschen-unwürdig, einer Sozialen Marktwirtschaft nicht würdig ist und dem Tourismus schwer schadet, wird untersagt: Alle Tafeln, jegliches Betteln, Reingreifen in Müll-Behälter (nach Flaschen oder das "Containern"), wildes Kampieren, Hausen, Lagern, Schlafen im obdachlosen Kontext, belästigender Alkohol-Konsum, Obdach-Losigkeit, (vielleicht sollte der Staat Gebiete zur Verfügung stellen für diejenigen, die völlig frei leben wollen, aber dann bitte ohne Belästigung und damit Einschränkung der Freiheit der anderen?), Obdachlosen-Zeitungen, jegliches Belästigen, belästigendes Ansprechen, Geruchs-Belästigung z.B. durch verkotete Kleidung (Messgerät), usw. Ein neuer Belästigungs-Paragraph mit strengen Strafen wird eingeführt.

# Jeden Morgen sprechen Sozial-Arbeiter (und bei Bedarf Polizisten) alle an, die sich nicht an die neuen Gesetze halten, geben die Personalien an einen Zentral-Computer durch,  begleiten sie zum Duschen und Neu-Einkleiden und führen sie Wohnungs-Amt und Arbeitsagentur zu. Beim zweiten Mal erfolgt die Straf-Anzeige.

# Um Betrug und Mißbrauch durch Phantasie-Mieten, die sich Mieter und Vermieter teilen, auszuschließen, muss bedauerlicherweise das Wohnungs-Amt die Begutachtung und das Management (einschließlich der Mindest-Möblierung) des allereinfachsten Wohnraumes übernehmen und den Mietpreis in Absprache mit dem Vermieter festsetzen (unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Vermieter ja den Aufwand der Vermieter-Arbeit einspart und auch keinerlei Leerstands-Miet-Ausfall-Zeiten mehr zu befürchten hat, da ja das Wohnungs-Amt die Wohnung als zuverlässiger Dauer-Mieter übernimmt und selber untervermietet).

Ein Veto gegen Mieter kann der Vermieter nur einlegen, wenn es sich um Zimmer innerhalb seiner Wohnung handelt oder andere Konstellationen, wo ein sehr persönlicher Kontakt zum Vermieter entsteht.

Überall, wo der Staat bisher die Miete einer Einfachst-Wohnung bezahlt, übernimmt das Wohnungs-Amt sofort den Mietvertrag mit neu ausgehandelten Konditionen, siehe oben.

# Hat das Wohnungs-Amt dennoch zu wenig Wohnungen zur Verfügung, werden ein paar weitere etwas bessere Wohnungen zusätzlich angemietet und auch als Sicherheits-Polster bereitgehalten. Damit realisiert das Wohnungs-Amt das neue Recht auf Wohnen und bietet einen 24-Stunden-Sofort-Service: Garantiert sofort einziehen.

# Wohnungs-Suchende, die nur über das GE verfügen und nur winzige ZE erzielen, gehen (eventuell mit ihrem Kärtchen vom Finanzamt) zum Wohnungs-Amt, wo sie im Computer in allen Stadtvierteln und Regionen Zimmer bis Wohnungen, im Notfall Hotel-Zimmer, finden (ohne Hinweis auf die Grösse, sondern nur mit Hinweisen wie: Für 2 Erwachsene und 2 Kinder plus Haustier, - und ohne Ausweisung des Mietpreises, den ja automatisch das Wohnungsamt an den Vermieter überweist), -  und man begleitet sie dann gleich in ihre neue Wohnung.

# Drängen sehr viele Menschen in die Städte, muss das Wohnungs-Amt den Sozial-Wohnungs-Bau einfachsten Wohn-Raumes ankurbeln. Wobei, nachdem die Fehl-Anreize unwirksam geworden sind, die Menschen sich vielleicht wieder viel mehr Richtung Land bewegen werden.

# Falls ein größeres ZE erzielt wird, dürfte sich hoffentlich jeder, nachdem er einige Monats-Mieten als Sicherheit angespart hat, eine bessere Wohnung auf dem freien Wohnungs-Markt suchen, was weitere Regelungen überflüssig machen würde.

Falls das nach 6 Monaten nicht klappt, müsste durch das Wohnungs-Amt ein Prozentsatz der Miete (1-100%) vom ZE eingezogen werden. Vielleicht sollte bei kleinen ZE z.B. die Hälfte beim Arbeitenden verbleiben.

# Schwarzarbeit müsste deutlich strenger bestraft werden, damit das Wohnungs-Amt über das Finanz-Amt auch auf alle ZE Zugriff hat.

# Zukünftig wird von staatlicher Seite dringendst jedermann angeraten, Reserven anzusparen für die Zeit einer (aufgrund der neuen Anreize für Jobcenter-Mitarbeiter sehr seltenen und kurzen) Arbeits-Losigkeit, falls die mal nicht sofort verhindert werden kann durch die höchst motivierten Arbeits-Agentur-Mitarbeiter und Sozial-Arbeiter.

Kann jemand trotz der Anspar-Empfehlung dennoch die Wohnung nicht mehr bezahlen, führt das Wohnungs-Amt den Umzug in einer Weise durch, dass niemand den Unterschied zwischen einem gewerblichen Umzug und dem des Wohnungs-Amtes erkennen kann, z.B. durch Miet-Transporter und neutrale Kleidung.

# Weil sie durch die viel aktiveren Arbeits-Agentur-Mitarbeiter und deren persönliches Begleiten jedes von Arbeits-Platz-Verlust Bedrohten zum nächsten Arbeitsplatz überflüssig werden, werden Arbeitslosen-Versicherungen eingespart. Sobald alles gut läuft, werden die angehäuften Gelder an die Einzahler zurückgezahlt oder dem Wohnungs-Amt zugeführt, das ja die alte Arbeitslosen-Versicherung ersetzt und die Rettung darstellt, falls jemand zuwenig angespart hat.

Nachdem dieses Beispiel das Spektrum der Vorschläge zum Sozial-Staat, die im Rat kontrovers diskutiert werden sollen, verdeutlicht hat, nun zum Vorschlag eines höheren GE, und zum Thema Bevölkerungs-Politik:

 

Einige Highlights zum Appetit-Machen auf das ausführliche Radio-Video finden Sie unter dem Video.

G (Die Gesprächspartner): Herr Professor Dr. Spyridon Paraskewopoulos, Sie wurden vorgeschlagen für den

Rat der Gesundheits-, Lebensqualitäts- und Heal-The-World- Weisen

mit Zielrichtung Bundesregierung, UNO, Unternehmen usw.

Wo sehen Sie dringenden Reform-Bedarf?

 

PP (Prof. Dr. Spyridon Paraskewopoulos): Ich würde ein bedingungsloses Grund-Einkommen vorschlagen.

 

G: Also nach dem Motto: Wollen Milliardäre und Millionäre auch viel mehr Lebensqualität, viel mehr Gesundheit und viel mehr Sicherheit, funktioniert das leider nur, wenn es alle bekommen.

Es ist nicht möglich, dass wir neue Anreize für die Medizin schaffen zur Erforschung von viel mehr Gesundheits-Erhaltungs-Wissen nur für Milliardäre. Nur wenn alle Millionen Forscher zusammen in Richtung Gesundheits-Förderung forschen, bekommt auch der Milliardär die beste Hilfe.

Wenn, dann müssen wir es also für alle machen.

Und dann werden durch die neuen Anreize auch alle Konzern-Gewinne abhängig von den Wohlfühl-Noten und Gesundheits-Kosten-Daten der Kunden, und dann werden die Konzerne darauf drängen, dass die Armen nicht mehr leiden müssen.

Und da empfehlen Sie den Weg Grund-Einkommen?

 

PP: Ja, genau. Außerdem wären die Milliardäre viel besser geschützt vor Entführungen, Attentaten, Revolutionen oder Überfällen, sie könnten sich wieder völlig frei bewegen ohne Security, wenn die Armen nicht mehr leiden würden und nicht mehr so gefährlich wären.

Und wir müssen Anreize so neu setzen, dass wir wieder mehr Kinder bekommen.

 

G: Wir haben die vorgeschlagenen Wissenschaftler so verstanden, dass ihnen am ehesten entsprechen würde, wenn z.B. die oft völlig kinderlos bleibenden Professorinnen, Akademikerinnen, gut qualifizierten Frauen, sobald sie ein Baby bekommen, völlig steuerfrei gestellt werden.

Außerdem bietet ihnen der Staat völlig kostenlos Kinder-Sekretär/innen an, die am Arbeitsplatz mal das Baby betreuen, mal z.B. Diktate aufnehmen usw.

Der Arbeitgeber bekommt vom Staat einen Betriebs-Kinder-Garten eingerichtet und Ausgleichs-Zahlungen, weil die Mitarbeiterin ja manchmal durch ihr Kind etwas abgelenkt sein wird.

So müssen sich unsere leistungsfähigen Frauen nicht entscheiden: Karriere oder Kind, sondern können sich völlig frei entscheiden: Kind und Karriere, oder Kind und Teilzeit, oder nur Karriere ohne Kinder, oder nur Kinder ohne Karriere.

 

PP: Genauso wie Sie will ich die völlige Entscheidungs-Freiheit für die Frauen. Ich betone nur stärker den ungeheuer großen emotionalen Gewinn für die Frau im Mutter-Glück, das z.B. bei meiner Frau nie aufgehört hat und wahrscheinlich bis zum Lebensende weiter geht. Es gibt eben nicht-materielle Werte und materielle Werte. Und haben Frauen das Grundeinkommen, werden sie sich die nicht-materiellen Werte, das emotionale Mutter-Glück gönnen.

 

G: Ein Vorschlag ist auch noch, dass die Mütter ab dem Tag, an dem die Kinder anfangen, Steuern zu zahlen, einen Prozent-Anteil davon abbekommen als Dankeschön für die hervorragende Erziehungs-Leistung.

 

(Journalistin alleine:) Darüber würde ich mich in der Rolle einer Mutter sehr freuen. Mir und dem Professor gefällt aber nicht, dass die Frau vielleicht unter den moralischen Druck gesetzt werden könnte: Du bekommst doch eine Kinder-Sekretärin usw. gestellt, also arbeite doch weiter.

 

PP: Das sehe ich ähnlich.

 

G: Wo wir uns aber alle völlig einig sind, ist, dass wir den Frauen völlige Entscheidungs-Freiheit ermöglichen wollen.

 

PP: Ja, da sind wir uns einig.

 

G: Herr Prof. Dr. Spyridon Paraskewopoulos, wir danken Ihnen sehr herzlich für das Gespräch.

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